Lesung – Alexej von Jawlensky
„Russischer Künstler und
deutscher Expressionist“

„Alle glücklichen Familien gleichen einander, jede unglückliche ist auf ihre eigene Weise unglücklich.“
Lew Tolstoi „Anna Karenina“

Ikonenmaler des 20. Jahrhunderts

„Jeder findet in jedem Kunstwerk immer nur das, wozu er sich selbst in seiner eigenen Seele vorbereitet hat. Darin liegt gerade die Kraft eines Kunstwerkes und das Mysterium des Schaffens.

Ich fing von nun an, einen neuen Weg in der Kunst zu suchen. Es war eine große Arbeit.

Ich verstand, dass ich nicht das malen musste, was ich sah, sogar nicht das, was ich fühlte, sondern nur das, was in mir, in meiner Seele lebte.

Bildlich gesagt, es ist so: ich fühlte in mir, in meiner Brust eine Orgel, und die musste ich zum Tönen bringen. Und die Natur, die vor mir war, soufflierte mir nur.“

„Und ständig suche ich meine Form, damit ich das, was ich empfinde, in Farbe ausdrücken kann.“

 Alexej von Jawlensky

Marianne von Werefkin
„Ein Leben ist viel zu wenig für die Dinge,
die ich in mir spüre…“

„Die Liebe ist eine gefährliche Sache, besonders in den Händen von Jawlensky“

„Ich befreite ihn vom Dienst, gab ihm ein Atelier und die Möglichkeit, ohne Sorge zu arbeiten, pflegte seine Gesundheit, machte ihn frei von der Routine der Akademie, umgab ihn mit Glorienschein, brachte ihn ins Ausland, formte seinen Geschmack, gab ihm Wissen, lehrte ihn die Kunst lieben, verschaffte ihm Gönner. Ich habe ihn geschliffen.

„Ich habe mein ganzes Herz Jawlensky zur Verfügung gestellt“

Helene Nesnakomoff

Als Helene Nesnakomoff 1901 ein Kind von Alexej Jawlensky erwartete, war eine
„Heirat indiskutabel. Diskretion unumgänglich“

Emmy Scheyer

„1916 lernte ich in Lausanne bei einem Besuch Fräulein Emmy Scheyer kennen. Sie kam aus Brüssel und war Malerin (impressionistisch). Sie kam ein paar Tage darauf zu uns nach St. Prex und sah dort mein Bild ‚Der Buckel’ und meine Variationen und war so begeistert, daß sie selbst nicht mehr malen wollte, sondern sich nur noch meiner Kunst widmen. Sie sagte: Wozu will ich noch malen, da ich doch weiß, daß ich nicht so gute Kunst machen kann wie Sie. Es ist besser, ich widme mich Ihrer Kunst und werde sie anderen Menschen erklären.“

 Alexej von Jawlensky

Franz Marc über Alexej von Jawlensky

„Mich fasziniert dieser Künstler! Seine Bilder und deren Ausdruck durch die kräftigen Farben. Besonders die Porträts von dem adligen Russen Alexey von Jawlensky. Er ließ sich fesseln von den Augen der Menschen, die er malte. Kraftvolle schwarze Linien markierten Kopf, Nase, Mund und Augen.

Die Farben, rot-gelb-grün und blau… wurden in seinen Bildern intensiv eingesetzt! Immer wieder hält der Blick mich fest ! Seine Bilder brachten auch meine Seele zum Schwingen.“