Lesung – Anton Tschechow
„Die Geschichte einer Liebe“

„Alle glücklichen Familien gleichen einander, jede unglückliche ist auf ihre eigene Weise unglücklich.“
Lew Tolstoi „Anna Karenina“

Tschechow – ein Arzt und Schriftsteller
„Das Leben ist eine Mohrrübe“

„… ich weiß nicht, was ich dir sagen soll, außer dem einen, was ich dir schon 1000 mal gesagt habe und wahrscheinlich noch sagen werde, dass ich dich liebe – und weiter nichts.

Wenn wir jetzt nicht zusammen sind, dann sind daran nicht ich oder du schuld, sondern ein Dämon, der mich mit einem Bazillus und dich mit der Liebe zur Kunst angesteckt hat.“     

Anton Tschechow, Brief an Olga Knipper

Olga Tschechowa-Knipper

„Die Begegnung mit Olga und die Verbindung mit ihr war für Tschechow ein wundervolles Geschenk des Schicksals«“

Publizistin Natalia Ginzburg

„Mein Liebling Antoschka,

Mich schmerzt der Gedanke, dass du dort alleine bist, dass du Sehnsucht hast und dich langweilst und dass ich während dessen mit irgendwelchen vergänglichen Dingen beschäftigt bin. Und wie gerne, mein Liebling, möchte ich ein halbdeutsches Kindchen haben!

Lieber Anton, schreib mir öfter, dass du mich liebst, dass tut mir gut. Ich kann nur leben, wenn man mich liebt. Zu dem Schluss bin ich gekommen“

Olga Knipper, Brief an Anton Tschechow

Anton Tschechow –  Kritik

Lesereihe „Genie und Liebe“ im Hessischen Staatstheaters Wiesbaden

Die Künstlerinnen lesen aus den Werken berühmter russischer Künstler, die
im 19. Jahrhundert mondäne deutsche Kurorte besuchten. Es geht um Turgenjew und seine »Frühlingsfluten«, um Dostojewski, der 1866 den fiktiven Kurort »Roulettenburg« beschrieb und in der Wiesbadener Spielbank seine Rubel los wurde, um Tschechow in Badenweiler und Tschaikowski in Wiesbaden und Bad Soden.

Jeder dieser Künstler wird dabei aus dem Blickwinkel der Liebe betrachtet. Haben die Liebe und ihre Beziehungen zu Frauen die Kreativität der Künstler beeinflusst? Steht hinter jedem erfolgreichen Mann eine starke Frau?

Teil 1: Dedor Dostojewski / Samstag, 21. Februar 2015 im Studio
„Ein Leben in Briefen – Todesangst – Wahn – Erwachen“

Teil 2: Iwan Turgenjew / Samstag, 21. März 2015 im Studio
„Willst du glücklich sein, dann lerne erst leiden“

Teil 3: Anton Tschechow / Samstag, 25. April 2015 im Studio
„Die Begegnung mit Olga war ein wundervolles Geschenk des Schicksals“.

Teil 4: Peter Tschaikowski / / Samstag, 27. Juni 2015 im Studio
„Eine der merkwürdigsten Beziehungen der Kulturgeschichte“.

Hessischen Staatstheaters Wiesbaden, Studio, 2015


Mit vielen ebenso interessanten wie unbekannten Details aus dem Leben von Anton Tschechow setzen die Künstlerinnen ihre poetische Reihe „Genie und Liebe“ fort. Im Thalhaus in Wiesbaden widmeten sie Tschechow einen eindrucksvollen Abend. Die beiden Künstlerinnen zeichnet aus, dass sie mit dem Material, das sie zusammentragen, den Kern der Persönlichkeit Tschechows erfassen. Sie schaffen es, dass das Publikum gebannt zuhört und wie betäubt aufsteht, als eine Pause angesagt wird.

Tschechow-Lesung am 10.11.2012, Thalhaus, Wiesbaden