Vortrag „Russische Folklore“
Bunte Kunst mit Tradition
Modernes Wiederaufleben

„Nichts bildet so sehr wie Reisen.“
Emile Zola

Slawische Wurzel – heidnische Bräuche und Riten

„Wir wissen jetzt, dass wir keine Europäer sein können, dass wir nicht imstande sind, uns in eine der westlichen Lebensformen zu pressen, die Europa aus seinen eigenen nationalen Prinzipien heraus geschaffen und erlebt hat, Prinzipien, die uns fremd und zuwider sind“Fjodor Dostojewski

Folklorefestivals

Auf der Suche nach einer nationalen Idee und Identität seinen „Wurzeln“ hat der Adel in Russland Ende des 19. Jahrhunderts die bunte Kunst mit Tradition wieder entdeckt.

Die High Society entdeckte den Lebensstil des einfachen Volkes für sich – Elemente des primitiven Volksstils kamen wieder in Mode.

Sitten und Bräuche

Teil der traditionellen Kultur und ein Zeichen der russischen Seele:

  • Orthodoxe Hochzeitszeremonien – Trinkspruch „Gorko!“ Süßes symbolisiert Liebe und Ehe – daher bedeutet die Beköstigung des Brautpaares mit süßen und gebackenen Waren starke Liebe und impliziert ein süßes Leben
  • Birke – ein Zeichen für Patriotismus: ein Baum für alle Fälle
  • Isba – ein traditionelles Holzhaus für Bauern in Russland und kommt häufig in der Folklore vor

Handwerksmärkte

Russland ist berühmt für begabte Künstler mit ihrem originellen Stil. In jeder Region des Landes gibt es Dörfer, sogar Städte, wo die Handwerker seit Generationen ihre Fertigkeiten perfektionierten.

Improvisation ist alles – auch im Alltag ist jeder Mann ein Heimwerker: es wird geschraubt und gewerkelt – in der Wohnung oder auf der Datscha.

Volksfeste

Viele religiöse – und Volksfeste in Russland gehen zurück auf die alten slawischen und heidnischen Bräuche und Riten

  • Koljada – alte slawische rituelle Weihnachtslieder zur Feier der Geburt Christi
  • Ostertraditionen – das wichtigste religiöse Fest und Vielzahl von Bräuchen
  • Masleniza – das Erwachen und die Erneuerung der Natur
  • Die Kupála-Kränze werden werden am Iwan-Kupála-Tag geflochten, einem heidnischen Sommersonnenwende-Volksfest

Klatsch und Tratsch

Nachrichten und Tratsch wurden im Zentrum der Stadt oder auf dem Markt ausgetauscht – hier wurde die große Politik gemacht. Wer wissen wollte, was aktuell in der Stadt passiert, begab sich zum Hauptplatz.

Auch privat – die schönen Landmädchen und Großmütter saßen in Isba unter den Fenstern auf einer Bank, spannen Garn, beäugten die Menschen, die vorübergingen, und tauschten den neuesten Tratsch aus.