Workshop & Sprache – Kunst & Kultur
gehören eng zusammen
und beeinflussen einander
„Wer eine Fremdsprache lernt, zieht den Hut vor einer anderen Nation.“
Martin Kessel
Das größte Land der Erde ist bekannt für seine Literatur, Kultur und seine wunderbare Sprache. Das russische Theater und die Kunst, Folklore und russische Küche hautnah erleben – die Sprache, die viele Türen öffnet.
„Nehmen Sie nur den Besitz, den Sie mit sich tragen können: Lernen Sie Sprachen, erkunden Sie Länder, schließen Sie Freundschaften, lassen Sie Ihr Gedächtnis Ihre Reisetasche sein.“ – Alexander Solschenizyn
Die Kenntnisse der russischen Sprache ermöglichen die Komplexität der russischen Kultur besser zu verstehen.
„Der Bogatyr wanderte einen Tag, zwei Tage, drei Tage… Endlich stand er an einer Wegscheide. Auf einem Pfahl war eine Inschrift angebracht: „Gehst du nach rechts, so findest du eine Ehefrau und kehrst wohlbehalten zurück. Gehst du nach links, so verlierst du deine Seele und findest den sicheren Tod. Gehst du geradeaus, so kehrst du zurück, oder du findest den sicheren Tod.“
Anschließend findet ein Stadtrundgang auf den russischen Spuren in Wiesbaden und in Mainz statt.
Nach Abstimmung mit den Kursteilnehmer – Einkehr mit russischem Essen und Tee-Trinken.
„Wie viel man in russischen Restaurants auf den Tisch bringt!“ — dachte der Franzose, zuschauend, wie der Nachbar seine Pfannkuchen mit heißer Butter übergießt. „Fünf Pfannkuchen! Kann ein Mensch überhaupt soviel Teig essen?“
„Donnerwetter“, rief der Nachbar! — „Bring noch eine Portion! Was habt ihr denn für Portionen? Bring gleich so zehn oder fünfzehn Stück! „
Wahrscheinlich ist er krank“, — überlegte der Franzose. Das ist schon unnatürlich… Das kann nicht wahr sein! Wenn dieser Herr bei uns in Frankreich wäre, man würde ihn für Geld vorführen“ – Anton Tschechow „Der dumme Franzose“
„Natürlich verachte ich mein Vaterland von Kopf bis Fuß, aber es ärgert mich, wenn ein Ausländer dieses Gefühl mit mir teilt“ – Alexander Sergejewitsch Puschkin
„Was wird mit mir und ganz Russland passieren? Ich bin nicht bereit, ein Zar zu sein. Ich wollte nie einer werden. Ich weiß nichts über das Geschäft des Herrschens“ – Nikolaus II
„Sei autokratischer als Peter der Große und strenger als Iwan der Schreckliche“ – Zarin Alexandra, zu ihrem Ehemann
„Wir wissen jetzt, daß wir keine Europäer sein können, daß wir nicht imstande sind, uns in eine der westlichen Lebensformen zu pressen, die Europa aus seinen eigenen nationalen Prinzipien heraus geschaffen und erlebt hat, Prinzipien, die uns fremd und zuwider sind“ – Fjodor Dostojewski – Ankündigung der Zeitschrift „Wremia“, 1860
„Und auf einmal kam ihm eine neue, unerwartete Erinnerung aus der kindlichen, reinen und liebevollen Welt. Er erinnerte sich an Natascha, wie er sie zum ersten Mal auf dem Ball 1810 gesehen hatte. Fürst Andrej konnte nicht länger an sich halten, er brach in zärtliche, liebevolle Tränen aus über die Menschen, über sich und über ihre und seine Verirrungen“ – Lew Tolstoi „Krieg und Frieden“
Eine „Neugeburt an Gefühl“ – Ernst Barlachs Russlandreise
„Übrigens war ich jetzt einige Monate im südlichen Rußland, habe da unendliche Anregung, sagen wir gleich: Offenbarung empfangen. „Hoffentlich gelingt es mir, in Zeichnungen und Plastik zu gestalten . . .“
„Russisches Tagebuch“ – handschriftlicher Reisebericht; 1906
„Sollte es sich plötzlich erweisen, dass Staatsgrenzen entgegen allen Erwartungen beweglich und Fremdsprachen problemlos erlernbar sind, dass Hautfarbe und Form der Wangenknochen nur unter ästhetischem Gesichtspunkt eine Rolle spielen und dass wir uns in jeder beliebigen Stadt und in jedem Hotel genauso zurecht finden können wie in jedem Buch, ganz gleich wie exotisch der Name des Autors klingt, falls wir also aufgrund irgendeiner Verwirrung völlig unsere Orientierung verlieren sollten, dann rate ich jedem, sich auf den eigenen Fluss zu besinnen“ – Olga Tokarczuk